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Johannes Schultze
info@altonaer-fechtriege.de
Jeder der das Fechten bei uns einmal ausprobieren möchte, ist herzlich dazu eingeladen.
Am einfachsten ist es, ohne Anmeldung direkt zum Training zu kommen. Jeder kann gerne
erst einmal ein paar Wochen mit uns trainieren (natürlich ohne Vereinsbeitritt), um zu sehen, ob der
Sport auch wirklich der richtige ist. Für den Anfang reichen Turnschuhe, T-Shirt und
Sporthose völlig aus.
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Klein aber oho! Wir bestechen durch Charme, gutes Aussehen,
Einfühlungsvermöen und Intelligenz...
Jedoch künden die Annalen schon seit den Gründerzeiten von drei magischen Eigenschaften,
die vielleicht erklären, warum die Altonaer Fechtriege (A.F.R.) bis heute so unbeugsam
und vital geblieben ist. Da ist zuallererst die Liebe zum Ball.
Um 1920 waren es Faust- und Völkerball, welche die Geschlechter
(denn es fochten nur die Herren, die Damen turnten und trieben Gymnastik)
zusammenbrachten (es entstanden zehn Ehen), heute sind es Fußball (z. Zt. ohne Damen)
Basketball (Mächenpower!) und Hockey (fast mit Ball). Dann zum zweiten die Trainingszeiten und der
Trainingsort: Seit Menschengedenken trainiert die A.F.R. freitags
in der "Ernst-Schlee-Schule". Dass diese zwischendurch umgezogen ist
(von der Königstraße in Altona in den Ohlenkamp in Groß Flottbek) und dass
sie sich inzwischen "Handelsschule Altona" nennt, zeigt nur, wie geschickt sich die A.F.R.
den wandelnden Zeitumständen anzupassen verstand. Die dritte Großtradition,
das gemeinsame Grünkohlessen an einem kalten Samstagabend im Januar,
ist ebenfalls seit Urzeiten belegt.
Im November 1899 als Fechtriege des Altonaer Turnvereins gegründet, hervorgegangen aus
einem Heimat- und Wanderverein ("Bubenberg-Altershausen"), dessen Jugendliche lieber die
Klinge kreuzen als Schmetterlinge fangen wollten, lebte die A.F.R. mit ihrem 30 bis 40
Mitgliedern, diversen sportlichen und außersportlichen Aktivitäen, kleinen und großen
Erfolgen (ein Herr Kadow gelangte unter die zehn Besten des Reichsbundes) bis zum Jahre 1939,
als die Nationalsozialisten die kleinen Sportvereine "gleichschalteten". 1954 waren es
Heiner Könke, selbst in den dreißiger Jahren deutscher Vize-Juniorenmeister,
und Hans Herbert Lorenzen (Sohn des Grndungsmitglieds Anton Lorenzen), welche die
Neugründung der A.F.R. aus der schon bestehenden Fechtabteilung der
"Großflottbeker-Spielvereinigung" in die Wege leiteten. Der Verein startete
1960 neu mit ca 30 bis 35 erwachsenen und jugendlichen Mitgliedern.
Schon in den ersten Jahren behauptete sich die A.F.R. innerhalb der Hamburger
Vereinslandschaft als konstant dritt- bis viertbester Verein, manchmal waren wir sogar
besser, sprich: Hamburger und Norddeutscher Meister. Viele große Turniere
(z.B. das "Biedenhander Turnier" in Delmenhorst oder das Faschingsturnier in Hitzacker)
wurden oft von der A.F.R. gewonnen oder zumindest besucht, ein anderes Turnier
(das legendäre "32er Degenturnier" für ganz Norddeutschland) richtete die A.F.R.
sogar regelmäßig aus.
Was uns heute auszeichnet: die schon seit vielen Jahren von gewissenhaften Trainern
(besonders zu erwähnen: Karsten Beeck) geleitete Kinder- und Jugendarbeit,
ein traditionelles Weihnachtsturnier ("Alt und Jung" mit Gästen aus anderen Vereinen),
eine für nette sportliche Besucher immer offene Freitagabendgestaltung und ein
anarchistisches, kollektiv-chaotisches Führungsprinzip (welches die Kärnerarbeit
einiger weniger heroischer Einzelkämpfer nicht völlig verdecken kann ...).
Wem wir viel verdanken und wessen wir ehrend gedenken: Heiner Köhnke (1924-1993),
der die A.F.R. sportlich über Jahrzehnte führte, und Gunter Plehn (1943-1997),
bis zu seinem frühen Tode das Herz und die Seele der A.F.R., den wir schmerzlich vermissen.
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